Safia Ziani

Mein Berlin…

… ist leider eine endlose Baustelle, die vieles noch praktischer macht, aber selten etwas schöner. Und eine Stadt der Gegensätze. Nicht, weil Arm und Reich aufeinander prallen, sondern weil es meist dort am Schönsten ist, wo die Menschen die schwersten Schicksale tragen. An diesen Orten ist Berlin halt wie das alte Ehepaar in den japanischen Märchen und Animes aus den 50igern, das obwohl es selbst nicht mehr hat, als etwas Brot und Wasser, dem armen Mann in der Kälte doch dieses bisschen noch gibt.

Wenn ich mein Leben verfilmen ließe…

… würde ich mir das große Meisterwerk „Roots“ von Alex Haley als Vorbild nehmen und die Menschen an der Grausamkeit ihrer eigenen Art zerbrechen lassen. Nichts wäre schöner als denen einen Spiegel vorzuhalten, die nur allzu gerne daran vorbei schauen.

Wenn ich ein Wochentag wäre…

… wäre ich der Sonntag. Die Angst vor dem Montag ist mit der Schulzeit verflogen, stattdessen wird die freie Zeit zelebriert mit himmlischem türkischen Frühstück und den Menschen, die man wirklich bei sich haben möchte.

Wenn ich ein Stadtteil wäre…

… wäre ich auf jeden Fall nicht Schöneberg. Ein Bezirk der alles hat, was man nicht haben sollte.

Wenn ich nicht hier wäre…

… hätte ich forensische Kriminologie studiert. Und hätte eine Befriedigung daraus gezogen, die mir der Journalismus auf ewig verwehren wird.


Artikel von Safia

Partnertausch: Der Sex mit den Anderen

Dass der Partnertausch die Beziehungsform der Zukunft sei, auf den Gedanken war Laura selbst gar nicht gekommen. Es war ihr Freund Daniel, der es bei einem Treffen mit einem Pärchen das erste Mal angesprochen hatte. Für ihn stand fest, dass die Menschen nur erst die Fesseln der Kultur, Tradition und Religion sprengen mussten, dann würden sie auch erkennen, dass die Liebe zu einer Person, aber der Sex mit vielen glücklicher macht als Monogamie.

Kurdinnen: Sterben auf Augenhöhe, doch im Leben unterdrückt

Im Kampf um ein freies Kurdistan sind die Kurdinnen gleichberechtigt. Im Leben haben sie allerdings keine Rechte und gehören zum Inventar des Haushalts eines Mannes.

Staatsbankrott: Über 300 Milliarden weg – und keiner ist verantwortlich

Griechenland ist überschuldet, d.h.: Die Schulden werden nicht zurückgezahlt. Jetzt geht es um die Deutungshoheit, denn über 300 Milliarden gehen den Bach runter und das Geld gehört jedem Einzelnen von uns.

Ana Buddy gesucht: Wird Magersucht salonfähig?

Unter dem Hashtag #anabuddy suchen junge Menschen im Internet nach einem „Personal Coach“, der sie beim radikalen Abnehmen unterstützt, z.B. durch Ermahnungen und Beschimpfungen oder durch Thinspiration. Ist Magersucht das Body Building unserer Zeit?

Müslüm Baba: Der Vater der Einsamen und Armen

Was für die USA der Blues, ist für die Türkei die Arabeske: Musik der einfachen Leute, der Armen und Heimatlosen. Musik, die ans Herz geht. Und die Stimme der Arabeske war Müslüm Gürnes, von seinen ekstatischen Fans nur Müslüm Baba – Vater Müslüm genannt.

Zurück aus dem Nichts

Anonymer Tod, ist so etwas überhaupt möglich? Auf jeden Fall ist es ein wahnsinniger Aufwand, unbekannte Tote zu identifizieren. Eine große Hilfe – die digitale Welt, denn die vergisst so schnell nichts.

Es war einmal ein Mensch: Unbekannte Tote

Berlin ist die Stadt der unbekannten Toten. Der Weg von einer Leiche zum toten Menschen mit Persönlichkeit.

Ein Gedanke zu „Safia Ziani

  • 10/18/2015 um 14:34
    Permalink

    Hallo Safia,

    melde dich doch einmal bei mir.

    Viele Grüße
    Marcus, dein alter Lehrer

    Antwort

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