Im Coolbook verrät Google, was die Jugend von heute interessiert

What’s hot and what’s not: Google analysiert die US-Jugend

Schätzungsweise leben in den USA sechzig Millionen Teenager. Deren Kaufkraft kumuliert ergibt eine Summe von unglaublichen 44 Milliarden US-Dollar. Wenn man sogar noch deren Einfluss auf den elterlichen Haushalt einkalkuliert, kommt man fast auf das Fünffache. Das Unternehmen auf diese Summen scharf sind, ist kein Geheimnis. Doch was finden Teenager cool? Wofür geben sie Geld aus? Google hat mit einer Studie versucht, das heraus zu finden.

Die Ergebnisse der Studie aus dem Hause Google wurde nun in einem „Coolbook“ veröffentlicht. In diesem wurde unter anderem die Generation Y und die Generation Z verglichen und generell die Interessen der Generation Z analysiert. Als Generation Y definiert Google die 18- bis 24-Jährigen. Eine Generation später, also Generation Z, sind dann alle 13- bis 17-Jährigen. Insgesamt wurden zusammen 2.300 Menschen befragt und deren Antworten analysiert.

Das Coolbook zusammengefasst: Teens lieben Junkfood (immer noch). Coke ist cooler als Pepsi, Facebook ist wichtig, aber nicht cool. Snapchat ist cool. Noch cooler sind nur noch Schuhe.

Mädchen mögen Emotionen, Jungs Trends

Unterscheidet man die Ergebnisse der Generation Z in Geschlechter, dann erkennt man grundlegende Unterschiede in der Wahrnehmung von „coolen Dingen“. Die Mädchen gaben bei der Studie am meisten an, dass alles, was Gefühle anspricht, auch als cool wahrgenommen wird. Jungs orientieren sich hingegen stark an Freunden und Modeerscheinungen.

Ein gutes Beispiel ist die Outdoor-Kamera-Marke GoPro. Immerhin landen die kleinen quadratischen Kameras in den Top 6 der beliebtesten Marken noch vor Nike. GoPro verfolgt ein Marketing, welches stark an junge Leute gerichtet ist. Man assoziiert mit der Marke Action und Abenteuer im Freundeskreis.

YouTube ist die bekannteste und beliebteste Marke

Die drei beliebtesten Marken sind YouTube, Netflix und Google. YouTube wurde besonders hoch bewertet. Der enorme Umfang und vor allem die Varietät der Videos wurde hervorgehoben. Die männlichen Zuschauer verfolgen besonders Videos im Bereich Technik und Videospiele, währenddessen Mädchen eher Beauty- und DIY-Videos schauen.

Das spiegelt sich auch in den Interessen der jungen Erwachsenen wider. Während Videospiele und Technik hohes Interesse bei Jungen wecken, sind Mode und Musik bei den weiblichen Teenagern beliebt. Im Bereich Interessen ist die sehr geringe Aufmerksamkeit gegenüber Job und Geld hervorzuheben. Nur 2-3% finden diese Thematik cool und schenken dem Interesse.

Social Media spielt besonders in dem Leben der 13- bis 17-jährigen eine große Rolle. Immerhin besitzen nur 9,6% der Generation Z kein Smartphone. Die Jungen nutzen mit 58% am meisten Facebook. Bei den Mädchen fällt die meiste Aufmerksamkeit hingegen auf Instagram (68%).

Googles Studie zeigt eindrucksvoll, wo die Interessen der jungen Generation hinfallen. Die Ergebnisse können sich Unternehmen durchaus zu Nutzen machen und ihre Produkte bzw. ihr Marketing daraufhin verfeinern. Google demonstriert aber auch mit der Studie, wie erfolgreich die hauseigenen Marken sind und präsentiert sich als lukrative und einflussreiche Werbeplattform.

Von Adrian Smiatek

Bildnachweis: Von verkeorg [CC BY-SA 2.0] via flickr.com

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