Tech Review #5: LinkedIn zu Microsoft, Apple mit mehr Siri,Music Streaming by Amazon

In dieser Woche beschäftigen wir uns in unserem wöchentlichen Tech Rückblick mit Themen rund um die neuen Vorstellungen der gestrigen WWDC Keynote von Apple, mit LinkedIns überraschendem Verkauf an Microsoft und Amazons neuen Music-Streaming-Plänen.

Microsoft übernimmt LinkedIn

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Bild von: LPS.1 (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Neben Apples jährlichen WWDC Keynote in San Francisco, überraschte die Tech-Welt gestern auch noch eine andere Nachricht. LinkedIn, das populäre Business Netzwerk, und Gigant Microsoft gaben bekannt, dass Sie in Zukunft gemeinsame Wege gehen werden. Die Gespräche zwischen den beiden Firmen sollen dabei schon vor einigen Monaten begonnen haben und nun zum Abschluss gebracht werden. Man spricht dabei von einem Übernahmepreis von etwa 26,2 Milliarden US Dollar.

Nach der aktuellen Pressemitteilung blicken Jeff Weiner (CEO LinkedIn) und Satya Nadella (CEO Microsoft) positiv in die Zukunft. Satya Nadella ist überzeugt,dass man zusammen die Entwicklung von LinkedIn und den eigenen Cloud Diensten von Office 365 weiter vorantreiben kann, um jeden Menschen und jedes Unternehmen auf diesem Planeten etwas besser zu machen. Für Ihn persönlich ist der Kauf von LinkedIn auch der erste große Meilenstein seiner Amtszeit. Es bleibt spannend zu sehen, ob es Ihm gelingen wird, ein erneutes Fiasko wie mit der Nokiaübernahme zu vermeiden und die beiden Firmen in eine neues Zeitalter zu führen. Die Übernahme von LinkedIn zeigt jedoch auch auf, welche Zukunft Unternehmen wie Twitter oder etwas Yahoo erwarten könnten. Beide sind schon seit längerer Zeit mögliche Kandidaten für eine Fremdübernahme auf Grund von wenig Wachstum und sinkenden Nutzerzahlen.

WWDC: Apple präsentiert macOS sierra und iOS 10

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Bild von ajouretravel [CC0 Public Domain]

Kurz vor dem Start der gestrigen Keynote nutzte Apple CEO Tim Cook den Moment, um der Opfer des tragischen Terroranschlags in Orlando am vergangen Wochenende zu gedenken und bat die Besucher um eine Minute der Stille … Kurz danach ging das Event wie gewohnt mit zahlreichen Ausblicken auf aktuelle Verkaufszahlen los. Den Anfang machten gestern Abend die beiden Plattformen watchOS (Apple Watch) und tvOS (Apple TV). Beide erhielten bei gestrigen Event  nicht nur zahlreiche neue Möglichkeiten für Entwickler, Apps zu entwickeln, sondern hatten auch zahlreiche neue Funktionen parat. So stellte Fitness Experte Jay Blahnik die neuen Fitness- und Health Funktionen der Apple Watch vor. Darunter etwa auch die neue App „Breathe“. Diese soll den Apple Watch Nutzer dabei unterstützen, sogenannte stresslösende „Deep Breathing“ Übungen auszuüben. Eine Methode, die im Bereich „mindfulness“ schon lange praktiziert wird. Auch für das Apple TV hatte man gestern einige neue Funktionen parat. So kann Siri auch Apps wie Youtube durchsuchen und deren Inhalte auf Befehl abspielen.

Danach stand dann der Mac im Fokus der Verantsaltung. Oder besser gesagt, OS X oder wie es jetzt heißt: macOS. Lange wurde über diesen Namenswechsel in der Apple Welt spekuliert und gestern Abend machte Craig Federighi zu Beginn seiner Präsentation diesen offiziell. Das neue Betriebssystem wird dabei macOS Sierra heißen und mit zahlreichen neuen Funktionen im Herbst erscheinen. So lässt sich der Mac nun auch über Siri steuern, Apple Pay findet seinen Weg auf den Mac und „on the web“ und auch die Speichernutzung des Macs wurde von Apple in diesem neuen Update verbessert. Ein neues iTunes oder verbessertes Design für Apple Music schafften es dabei aber nicht in die umfangreiche Präsentation. Entwickler bekamen bereits gestern eine erste Version zum Download, um Ihre Apps für das neue System zu optimieren, sowie Siri in diese zu integrieren.

Auch iOS bekam gestern Abend reichlich Aufmerksamkeit. So wird das nächste große Software Update für iPhones und iPad mit neuen Funktionen und Performance Verbesserungen daherkommen. Wie bereits für den Mac, wird auch Siri für iOS etliche neue Funktionsmöglichkeiten erhalten. Die größte Änderung dabei ist aber die Öffnung der Entwicklerschnittstelle von Siri. Hierdurch bekommen Entwickler jetzt vollen Zugriff auf die Funktionen von Siri und können diese in Ihre Apps integrieren. Neben Siri bekam auch die Apple Music App für iOS ein neues Design und neue Funktionen. Dazu zählen etwa eine Discover Playlist, bereits bekannt aus Spotify, ein verbesserter Now Playing Tab und integrierte Songtexte. iOS 10 wird voraussichtlich als kostenloses Upgrade im Herbst erscheinen. Für Entwickler steht seit gestern eine erste Entwicklerversion zum download bereit.

Amazon plant eigenen Music Streaming Dienst

Seither konnten Amazon Kunden Musik, Videos und TV Serien über den kostenpflichtigen Dienst Amazon Prime beziehen. Wie nun nach neuen Berichten bekannt wurde, möchte Amazon einen Konkurrenten für Apple Music, Spotify und Tidal auf den Markt bringen. So soll sich Amazon bereits mit den wichtigsten Music Labels über die nötigen Lizenzen geeinigt haben und einer baldigen Veröffentlichung steht nichts mehr im Weg. Diese wird nach Insiderstimmen für Anfang Herbst erwartet. Der neue Dienst soll dabei etwa 10 Dollar Kosten, also vergleichbar mit den angebotenen Preismodellen von Spotify und Apple. Ein eigenständiger Music Streaming Dienst könnte sich für Amazon auch im Home Bereich bezahlt machen und den neuen Lausprecher, Amazon Echo, interessanter machen. Damit könnte Amazon Echo und Sprachassistent Alexa weiter in den Mittelpunkt vieler Haushalte rücken. Dieser verbindet alle Aspekte des täglichen Lebens wie das Abrufen von Emails, Anschauen von Videos und eben auch Musik miteinander. Durch einen eigenen Streaming Dienst könnte Amazon die Nutzung des Lautsprechers noch besser machen.

*Header Bild von FirmBee [CC0 Private Domain] 

Von Marcel Möller 

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