Die Blue Ocean Strategy soll helfen, neue Märkte zu entwickeln, in denen man temporär ohne Wettbewerb ist

Was tun, wenn die Wirtschaft schrumpft? Auf Wachstum setzen!

Die Welt befindet sich derzeit im längsten bislang aufgezeichneten Konjunkturzyklus. Doch ein Zyklus ist per Definition nicht linear, so dass sich immer mehr Unternehmen, Investoren und verantwortliche Politiker die Frage stellen: Wo stehen wir im Konjunkturzyklus?

Trotz der makroökonomischen Unsicherheit, müssen Unternehmen Strategien entwickeln. Die Frage, vor der sie stehen, ist, wie sie Wachstum und Widerstandsfähigkeit aufbauen können, unabhängig vom Stadium des Konjunkturzyklus. W. Chan Kim und Renee Mauborgne, die Entwickler der Blue Ocean Strategie geben darauf in einem Beitrag im Harvard Business Review eine klare Antwort: Buck the business cycle. Strategize like a market creator.

Die Kernidee ist bekannt. Es gibt letztlich zwei Arten strategischer Überlegungen: Die klassische Wettbewerbsstrategie versucht die Rivalen in den bestehenden Produkt-Markt-Segmenten zu schlagen und begibt sich damit in den blutrot gefärbten Ozean des Kampfes um Marktanteile. Die andere ist eine markterschaffende Strategie, die sich darauf konzentriert, durch Synthese innovativer Werttreiber neue Märkte zu schaffen: Die Blue-Ocean-Strategie.

Die Ratschläge, die Kim und Mauborgne geben, sind nicht neu, aber vielleicht heute wichtiger als in den letzten Jahren des quasi ungebremsten Aufschwungs:

  1. Warten Sie nicht darauf, dass die Märkte stagnieren oder schrumpfen. Handeln Sie heute.
  2. Stellen Sie sicher, das Market Creation der Kern der Unternehmensstrategie wird.
  3. Vergessen Sie nicht, dass nicht neue Technologie selbst neue Märkte schafft. Neue Märkte entstehen aus der Nutzung neuer technologischer Möglichkeiten

Kim und Mauborgne fassen ihren Ansatz zusammen: „We can all be the captain of our ship when we strike the right balance between market-competing and market-creating efforts. Red ocean and blue ocean strategies are not a binary choice. Companies need both. But to strike a healthy balance, most companies need to put a lot more heft behind market-creating moves and anchoring these efforts in the heart of corporate strategy.“

Bildnachweis: Von Jakob Owens [Lizenz] via unsplash.com

(tb)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.