Wer isst was? Trendernährung unter der Lupe

Vegan, frutarisch, halal, glutenfrei? Egal ob durch Religion oder andere Überzeugungen: außergewöhnliche Essgewohnheiten sind heutzutage im Trend. Doch was ist erlaubt und was nicht? Und was haben die Ernährungsstile für Hintergründe?

Veganismus

Die vegane Ernährung ist heutzutage eine der bekanntesten, die nicht nur Instagram-Feeds stürmt, sondern auch Supermärkte. Seit 2011 gibt es auch die komplett vegane Supermarktkette „Veganz“. Vegane Ernährung ist komplett frei von tierischen Produkten und daher auf rein pflanzlicher Basis. Manche essen vegan, um gesünder zu leben, andere um der Umwelt und den Tierfreunden etwas Gutes zu tun.

Frutarisch

Noch eingeschränkter isst man frutarisch. Frutarier essen nur das, was ihnen von der Natur gegeben wurde: zum Beispiel Obst, das von Bäumen fällt. Wichtig ist, dass keine Pflanze zu Schaden kommt und die Ernte nicht zerstört wird. Daher ist Wurzelgemüse, wie die Kartoffel, strengstens verboten.

Paleo

Die Extreme in die andere Richtung ist Paleo. So bezeichnet man auch „Steinzeitessen“. Wer sich Paleo ernährt, isst keine verarbeiteten Lebensmittel und auch nur das, was es theoretisch in der Steinzeit schon gab. Also Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst. Doch hierbei gibt es weitere strenge Restriktionen. Keine Milchprodukte, kein Getreide, nicht mal alles an Obst und Hülsenfrüchten. Kohlenhydrate sind selten gesehen, was eine Paleo Ernährung nicht einfach macht.

Glutenfrei

Gerade in den USA essen immer mehr Menschen bewusst glutenfrei – obwohl sie keine Allergie haben. Aber wieso? Glutenfreie Ernährung soll der Schlüssel zum abnehmen sein. Dadurch, dass man Getreideprodukte wie Brot und Nudeln vermeidet, nimmt man viel weniger Kohlenhydrate zu sich. Gluten unverträgliche Menschen müssen auch bei Bier, Fleisch und Milchprodukten aufpassen, da diese auch Gluten enthalten können.

Halal

Das Wort „Halal“ ist arabisch und bedeutet so viel wie „erlaubt“ oder „zulässig“. Diese Speisevorschriften werden auch im Koran beschrieben und verbieten unter anderem Schweinefleisch und Rauschmittel wie Alkohol. Zudem gilt Fleisch nur als halal, wenn das Tier nach strengen Vorschriften geschlachtet wurde.

Koscher

Ähnlich ist es im Judentum bei dem koscheres Essen vorgeschrieben ist. Das Wort „koscher“ stammt aus dem jiddischen und bedeutet „erlaubt“. Auch hier wird zwischen koscheren und nicht-koscheren Tieren unterschieden, hinzu kommt außerdem die spezielle Art der Schlachtung des Tieres. Koschere Tiere müssen gespaltene Hufe haben und Wiederkäuer sein, Geflügel darf kein Raubvogel sein, und Fische müssen sichtbare Schuppen und Flossen haben. Lebensmittel werden zudem in milchig, fleischig und neutral unterteilt, wobei man milchige und fleischige Lebensmittel nicht mischen darf.

Egal ob aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen, ob man sich selbst oder der Umwelt etwas Gutes tun möchte: Jeder Mensch und jeder Körper is(s)t anders, Geschmäcker sind verschieden und die Hintergründe auch. Wir sind frei uns so zu ernähren, wie wir möchten, auch wenn das manchmal Verzicht bedeutet.

Von Fanny Huth

Bildnachweis: Von Pexels [CC0] via Pixabay

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