Ein Plädoyer für mehr Spontanität

Spontanität: Aus Gewohnheit Ungewohnheiten machen

Spontanität bedeutet für mich, aus der Alltagsroutine auszubrechen und das zu machen, worauf man gerade Bock hat. Das umfasst auch, sich aus der Komfortzone zu bewegen und aus Gewohnheit, Ungewohnheiten zu machen. Selbst wenn es nur um kleine Entscheidungen geht, z.B. ob man, wie immer, den Fahrstuhl benutzt oder einfach mal die Treppe nimmt. Wichtig ist hierbei, die Entscheidung aus dem Bauch heraus zu treffen. Klingt doch an sich echt easy.

Aber Leute, die ihr Leben akribisch durchplanen, würden hierbei völlig in Panik geraten. Ohne Terminkalender geht bei ihnen gar nichts. Nach dem Motto, wenn nicht jede der 24 Stunden verplant ist, bricht der Kontrollfreak in Angstschweiß aus.

Dieses Verhalten kann jemand wie ich nicht nachvollziehen. Ohne meine selbst auferlegte Freizeitdiät lebe ich entspannter, weil ich mich nicht von A nach B hetzen muss. Neben dem bereits bestehendem Arbeitsstress brauch man sich nicht noch in der Freizeit zu reglementieren. Flexibilität ist heutzutage extrem wichtig, man darf nicht aufhören zu funktionieren, nur weil etwas nicht nach Plan läuft.

„Unser spontanes Tun ist immer das Beste“

Dazu fällt mir ein passendes Zitat von Ralph Waldo Emerson, einem amerikanischen Geistlichen ein: „Unser spontanes Tun ist immer das Beste“. Ich finde das bewahrheitet sich vor allem, wenn man mit Freunden unterwegs ist. Die erlebnisreichsten Abende, die ich je hatte, sind immer spontan passiert. Deswegen würde ich raten: hau den Terminkalender in die Tonne und leb‘ in den Tag hinein. Wir leben im Jetzt. Nicht in der Zukunft. Es gibt nichts Aufregenderes als die Unvorhersehbarkeit und die kann wirklich niemand planen.

Text und Bild von Tim Scharmacher

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