Newcomer-Check: Nisse

Im Newcomer Check stellen wir dir talentierte Musiker vor, die mehr oder weniger noch unter dem Radar fliegen, aber Potenzial zum Überflieger haben. Ohren auf, hier kommt: Nisse!

Bi Nuu am letzten Freitag. Harte Beats dröhnen in den Ohren, Mädels kreischen und plappern mit ihrer besten Freundin, das Pärchen hält sich im Arm. Der Raum steht unter Spannung. Alle warten auf Nisse, einen Hamburger Jung, der mit seiner Platte August auf seiner Herz-auf-Beat-Tour ist. Berlin ist die vorletzte Station, vor dem Tour-Finale in Hamburg.

Als Nisse die Bühne betritt bricht er mit seinem süffisanten Lachen die Stille – ein schöner Mann mit schöner Stimme und top Band erwartet dich bei einem Live-Konzert. Aber so neu ist der Hamburger eigentlich gar nicht mehr. Bereits im September 2015 veröffentlichte er sein Album August, komplett auf Deutsch.

Unter Vertrag ist der Künstler bei dem Berliner Musik Label Four Music. Eine Mischung aus Gesang, harten Beats und schnell gesprochenen Worten. Ein kleiner Rapper versteckt sich hinter dem jungen Mann mit Liebes-Texten. Doch wie das Label auf seine Webseite verrät, will Nisse kein „strikter Hip-Hop Faschist“ sein. Bereits in seinen jungen Jahren erhielt Nisse einen Einblick in das Hip-Hop Game, aber mit ausbleibendem Erfolg. Mit dem Imagewechsel und seinen poetischen Texten wuchs die Popularität und der Plattenvertrag wurde unterschrieben.

Die Fragen unserer Generation: Wohin wollen wir mit wem gehen?

Wie Nisse selbst auf der Bühne betonte, entstanden seine Texte aus realen Erfahrungswerten, Emotionen die er selbst durchlebte und Geschichten geschrieben aus seinem Herzen. Schicksalsschläge, Liebschaften und die Irrungen des Lebens machen seine Songs aus und erreichen damit absolut die wunden Punkte unserer Generation. Wohin wollen wir mit wem gehen? Darauf wird man zwar keine Antwort bekommen, dennoch nimmt Nisse uns mit auf eine Reise zum träumen und tanzen. Seine Musik bewegt – und das im wahrsten Sinne des Wortes.  Und spätestens jetzt machen alle Mädels „Haaaach“.

Nisse hat zu seinem Release des Albums August übrigens auch einen gleichnamigen Kurzfilm veröffentlicht. Dieser besteht aus allen seinen Teasern zu den Songs auf seinem Album –  sehr empfehlenswert!

Nicht zu verachten war übrigens auch sein Voract. Die liebe LEA, nicht nur weil sie meine Namensvetterin ist, sondern auch unfassbar schön singt, solltest du sie dir auch mal anhören. Zusammen mit Nisse hat sie den Song Dach geschrieben (und zwar wirklich auf einem Dach). LEA geht jetzt auch auf Tour und du kannst sie am 5. Mai in der Berghain Kantine Live erleben, ihr Debütalbum Vakuum wurde am 22. April veröffentlicht.

Von Lea Bohlmann

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