Halbwissen: Danke Internet, danke digitale Welt

„Und ich weiß nicht, dass ich nichts weiß, weil ich mit der Zeit verrinne. Weil ich nichts dazu gewinne, außer so viel gefährliches Halbwissen.“, singt Fee Badenius mit ihrer zarten, leichten Stimme und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Der Song heißt Halbwissen und ist wohl einer der aussagekräftigsten auf dem 2014 veröffentlichten Album Feelosophie.

Schließlich ist das sogenannte gefährliche Halbwissen heutzutage ein verbreitetes Phänomen. Besonders durch das Internet und die damit einhergehende Digitalisierung werden wir mit Nachrichten regelrecht bombardiert. Deren Aktualitäten hält meist nur wenige Augenblicke. Zudem wird durch Facebook, Twitter und Co. immer undurchsichtiger, welche Meldung wirklichen Nachrichtenwert hat und was eine Einzelmeinung ist.

Und ist die Aktualität verflogen, so spricht man in den Medien und auch sonst kaum noch von einem Thema (siehe dazu auch den Artikel: Nachrichten-Alzheimer: Über die Vergesslichkeit westlicher Medien). Zurück bleiben Begriffe, von denen man schon einmal gehört hat und die man gerne bei einem Bier mit den Freunden in irgendeinen vermeintlich passenden Kontext hineinquetscht.

Wissen wir heutzutage überhaupt noch irgendetwas wirklich?

Von Kim von Ciriacy

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