#Bloggerbazaar

Social Media, Instagram, #outfitoftheday, Blogger, Fashion – Online sind ja alle so hip. Die Bloggerszene und dieser ganze Online-Fashion-Kram beeinflusst mittlerweile stark die Modewelt. Was passiert, wenn sich Bloggerstars in Berlin zum Flohmarkt treffen oder ein Selbstversuch: Wenn Student zwischen Fashionistas verloren geht.

Ich muss zugeben, es ist nicht mein erstes Mal. Schon letztes Jahr fand der Blogger Bazaar in Berlin im schicken nhow Hotel statt und ich war da. Aber keine Sorge, das ist zu toppen. Dieses Mal wurde Streetstyle- und Blogger-Haute-Couture-Luft in einem schönen alten Fabrikgelände geschnuppert, dort wo sonst immer die Modemesse PREMIUM stattfindet.

Nastrovje!

Ich fuhr also am Samstag gemütlich Richtung Gleisdreieck und fand mich nach acht Euro Eintritt schneller als Gedacht in einem riesigen Hipster-Fashion-Selfie-Getümmel wieder. Direkt am Eingang bekam ich meine Goodie-Jute-Bag. Im Prinzip sehr stilvoll, nur ob ich mich mit dem Spruch „#keep calm and take a selfie“ auf die Straße traue, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, aber immerhin war eine Instyle drin. Für jemanden, der sonst eigentlich schon recht modebegeistert ist, ist es anfangs trotzdem eine Reizüberflutung zwischen den ganzen Crop-Tops und verspiegelten Lennon-Sonnenbrillen. Also erstmal einen Wodka zum locker werden. Ja ganz recht, letztes Mal gab es Jules Mumm, reicht anscheinend nicht mehr, um das Blogger-Volk zu belustigen. Also reihte ich mich in die endlos erscheinende Getränkeschlange ein und bekam (kostenlos!) einen Ciroc Vodka- Cocktail mit Traube und Minze. Der war verdammt lecker und sollte auch nicht mein einziger an diesem Nachmittag bleiben.

Schöne Kleidung zu fairen Preisen

Aber ich war ja nicht nur zum Wodka trinken da. Betritt man die alte Fabrik und blickt über die unzähligen Blogger-Kleidungsstücke, geht vermutlich nahezu jedes Frauenherz auf. Für die Fashionistas und Bloglovin-Leserinnen unter uns: Dabei waren unter anderem Bonnie Strange (bekannt geworden durch Ihre Beziehung mit dem einen Ochsenknecht-Kind), LesMads, CATS&DOGS, lesberlinettes, cloudycloudy, MAU FASHION und viele weitere Blogs oder Fashionlabels mit komischen Namen. Es wurden aber sehr schöne Klamotten zu erschwinglichen Preisen verkauft. Und das von den Bloggern selbst, die wirklich nett waren. Zwischen den Klamottenständen ging dann der Selfie-Marathon weiter. Wer das schönste, lustigste oder komischste Selfie mit einem Samsung Handy machte, hatte die Chance, es anschließend zu gewinnen. Da auf meinem Handy selbst schon genug peinliche Selbstportraits von mir zu finden sind, musste ich das der Öffentlichkeit nicht auch noch antun. So schlenderte ich zwischen den Jute-Print-Rucksäcken und Einstecktüchern weiter. Dann war es wieder Zeit für einen Wodka.

Das T-Shirt, das Gewinnspiel und ich

Nachdem ich den Cocktail geleert habe, wollte ich selbst kreativ werden und sowieso alles mitnehmen, was kostenlos war. Am Mavi-Stand angekommen, durfte ich mir ein weißes T-Shirt nehmen und nach Belieben verzieren. Ob mit Farbe, Nieten oder Perlen, dem Möchtegern-Designer waren keine Grenzen gesetzt. So zeigte sich die künstlerische Seite in mir und ich muss sagen, mein T-Shirt, welches zu einem Top geworden ist, sieht gar nicht so schlecht aus. Es reicht zumindest zum Schlafen. Zur Stärkung gab es dann mal ausnahmsweise etwas Alkoholfreies und zwar das hippe Vitaminwater. Wenn man auf süß und künstlich steht, echt ganz lecker und angeblich irgendwie gesund. Ach so, und natürlich kalorienarm, wie sich das für richtige Bloggerinnen gehört, man muss ja schließlich auch noch in alles reinpassen. Nachdem ich mich damit abgefunden hatte, zur „breiteren Masse“ zu gehören, nahm auch ich an der Mister Spex Gewinnspielaktion teil. Außerdem hat man ein Polaroid-Foto bekommen und die Chance, eine schicke Sonnenbrille zu gewinnen – aber natürlich nur mit Hashtag und Foto teilen. Kein Problem für mich Social-Media-Expertin, aber ich habe trotzdem nicht gewonnen. Dann war es wieder Zeit für einen Wodka.

Darauf einlassen und Spaß haben

Als ich nach dem dritten Wodka so langsam meine Eindrücke verarbeiten konnte und mittlerweile nüchtern darüber schreibe, muss ich schon zugeben, dass es sich um einen ziemlich bunten Mode-wir-sind-geil-Zirkus handelt, an dem man aber wirklich Gefallen finden kann. Zurückblickend muss ich schon schmunzeln, aber als Girlygirl hat es mir auch verdammt viel Spaß gemacht. Man muss sich nur darauf einlassen, etwas trinken, Spaß haben und ganz viele bescheuerte Selfies machen – schon gehört man dazu. Ein Pluspunkt sind natürlich die Goodies. Zum krönenden Abschluss hab ich mir dann bei dem Imbisswagen (an dem übrigens keine Schlange war) so richtig schöne Edel-Fritten gekauft. Mit Rosmarin und Parmesan, nur zu empfehlen! Vielleicht findet ihr mich beim nächsten Blogger Bazaar über der Häagen-Dazs-Kühltruhe hängend, das gibt es nämlich auch umsonst.

Von Lea Bohlmann

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