advertising today works like journalism

Vertauschte Rollen: Werbung arbeitet immer stärker wie Journalismus

Wie sieht Werbung im Jahr 2020 aus? Das Wharton Future Advertising Program versuchte das herauszufinden. Bei den Interviews mit führenden Markenartiklern zeichnete sich bereits 2116 ein Trend ganz klar ab: Der aus der Print-, Radio- und TV-Welt stammende Kampagnenansatz (ein Sender schießt eine Botschaft auf viele Empfänger) wird verschwinden. Aber was kommt dann?

Dazu geben Baba Shetty und Jerry Wind im HBR-Blog eine Stellungnahme ab. Ich zitiere: „For messages to be heard in 2020, brands will need to create an enormous amount of useful, appealing, and timely content. To get there, brands will (…) adopt the defining characteristics of the real-time, data-driven newsroom“.

Das heißt nicht anderes, als dass Werbung sich immer stärker an journalistischen Regeln orientiert, um die immer knapper werdende Aufmerksamkeit der Konsumenten zu adressieren. Gleichzeitig versucht die journalistischen Angebote immer mehr, Aufmerksamkeit nach werblichen Regeln zu erzielen, also zuallererst aufzufallen und dann einfache Botschaften vermitteln, die möglichst keine Reibung (Kontroverse) erzeugt. Das ist ein interessante Konstellation, aus der heraus sich spannende Ansätze im Bereich öffentlicher Kommunikation ableiten lassen.

Von Thomas Becker

Bildnachweis: Von John Baker [Lizenz] via unsplash.com

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