Paraskavedekatriaphobie: 4 Facts über Freitag, den Dreizehnten

Aufgepasst! Heute ist es wieder mal an der Zeit, unsere irrationalen Ängste aus dem tiefsten Inneren zu holen, denn es ist Freitag, der Dreizehnte.

Als ich meiner Mutter gestern davon erzählte, dass morgen der berühmt berüchtigte Freitag sei, warf sie sich die Hände über den Kopf und sagte: ,,Oh Gott, das hättest du nicht sagen dürfen – jetzt weiß ich Bescheid. Nun geht bestimmt alles schief‘‘. Aber was hat es eigentlich mit dieser Daten und Zahlenkonstellation auf sich? Wie ihr es schafft den heutigen Tag zu überleben, ohne Reisen oder Termine absagen zu müssen und wie ihr ein bisschen über den Aberglauben klugscheißen könnt, zeigt euch dieses Listing.

1. Keine Panik auf der Titanic

Grundsätzlich gibt es im Jahr höchstens drei Freitage die auf den 13ten Tag eines Monats fallen können. Zwei haben wir dieses Jahr schon hinter uns gebracht, dann schaffen wir diesen heute auch noch.

2. ‚‚Dutzend des Teufels‘‘

Das ist die 13 laut deutschen Volksmund. Außerdem ist sie auch noch eine Primzahl, also nur durch eins und sich selbst teilbar – das hat ja eigentlich schon nichts Gutes für uns zu bedeutend, aber auf jeden Fall nicht für Menschen mit Dyskalkulie. Es fängt vor allem schon ganz vorne an: Am Freitag bissen Adam und Eva in den verbotenen Apfel, beim Abendmahl von Jesus saßen 13 Menschen am Tisch und die logische Konsequenz ist natürlich, dass der Verräter Judas der Dreizehnte war. Kurioser Weise gibt es oft Hotels in denen die dreizehnte Etage übersprungen wird und in Flugzeugen keine dreizehnte Sitzreihe existiert. Spooky oder vielleicht auch einfach ein willkürlicher Zufall, der die Ängste in uns Menschen vorantreibt.

3. In welche Richtung darf die Katze nochmal nicht laufen?

Katzen galten seit dem Mittelalter als Verkörperung des Unheils und als Abbild des Teufels. Schwarz war die Farbe des Bösen und links galt Jahrhunderte lang als die ,,falsche‘‘ bzw. ,,schlechte‘‘ Seite. Somit haben schwarze Katzen die von links kommen und dann noch an einem Freitag den Dreizehnten ein ziemlich schlechtes Image. Obwohl Katzenvideos doch so gut ankommen.

4. Die Angst vor dem Freitag

Es gibt tatsächlich Menschen, die aufgrund des heutigen Tages kein Auto fahren, Termine verschieben oder keine wichtigen Geschäfte regeln. Genau dieses Verhalten ist eine ,,Krankheit‘‘ und wird Paraskavedekatriaphobie genannt. Dennoch scheint dies sehr selten und gilt laut n-tv Interview mit einem Experten als ein kulturelles Unterhaltungsphänomen mit wenig handfesten Beweisen. Und auch die HAZ zeigt durch ein Gespräch mit einer Versicherung, welche die Vorkommnisse von Unfällen am Freitag den Dreizehnten untersucht, dass es ähnlich viele Schadensmeldungen (ca. 2.000) gibt, wie an allen anderen Tagen auch.

Grundsätzlich bleibt es doch jedem selbst überlassen wie er dem heutigen Tag gegenüberstehen möchte. Aber wer vorbeugen will: Scherben von Porzellan bringen Glück (bitte keine Spiegel, das bringt wieder Unglück), sucht vierblättrige Kleeblätter, oder einen Schornsteinfeger und dreht euren Knopf, wenn ihr ihn seht, geht unter keiner Leiter her, klopft auf Holz und sucht die ganze Nacht Sternschnuppen. Außerdem stoßt an diesem Freitag mit Gläsern an, denn das klirrende Geräusch vertreibt Dämonen. In diesem Sinne: Hoch die Hände, Wochenende!

Von Lea Bohlmann

Bildnachweis: Lea Bohlmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.