Multi-Kulti Food Parade: So isst Berlin

Kleine, individuelle Restaurants an jeder Ecke. Markthallen, gefüllt mit einzigartigen Köstlichkeiten aus aller Welt. Essen so weit das Auge reicht – das ist Berlin. Keine andere deutsche Stadt hat kulinarisch so viel zu bieten.

Berlin ist immer eine Reise wert. Nicht nur aufgrund der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, der niemals müden Party-Szene und der alternativen Lebensweisen. Viele Touristen werden vor allem von Berlins kulinarischem Angebot angelockt. Von dem Ort, an dem man sowohl nationale als auch internationale Leckerbissen genießen kann. Man findet deftige deutsche Küche neben würzigen indischen Gerichten und dem typischen Döner. An Vielseitigkeit mangelt es der deutschen Hauptstadt – ganz besonders, was das Essen angeht – in keiner Weise.

Food-Markets zeigen, wie Berlin schmeckt

Quer durch Berlin gibt es bekannterweise viele Möglichkeiten, zu testen, was die Welt an leckeren Dingen zu bieten hat. Günstige Restaurants, außergewöhnliche Imbissbuden und die beliebten Food-Markets – alles, was der Berliner Feinschmecker-Gaumen sich wünscht. Allen voran ist aktuell die neue Location “Neue Heimat”, die Anfang Oktober auf dem RAW Gelände in der Revaler Straße mitten in Friedrichshain ihre Pforten geöffnet hat. Hier werden regelmäßig jeden Sonntag Köstlichkeiten auf einem Food-Market angeboten. Das reicht von einfachen Leckereien, wie Pommes mit Majo und Burger, über ausgefallene Menüs, wie gebackene Süßkartoffeln mit Cranberry-Creamcheese und gerösteten Nüssen.

Ein Konzept, das sowohl bei den Touristen als auch bei den Berlinern für ordentlich Begeisterung sorgt. Neu ist es jedoch nicht. Als Vorreiter gilt zum einen der Streetfood Thursday in der Markthalle 9, der jeden Donnerstagabend von 17-22 Uhr stattfindet und immer wieder neue Geschmackserlebnisse bietet. Hier wird gezeigt, dass Berlin weit mehr zu bieten hat als nur den typischen Döner und die allseits bekannte Currywurst. Das alles zu erschwinglichen Preisen. Das Konzept soll nämlich in erster Linie die Möglichkeit bieten, für wenig Geld köstliche Kleinigkeiten aus verschiedensten Ecken der Welt probieren zu können. Von britischen Pies, thailändischen Tapioka Dumplings, mexikanischen Tacos, Allgäuer Kässpatzen, peruanischen Ceviche, nigerianischem FuFu über amerikanisches Barbecue und koreanische Buns – hier bleibt kein Essenswunsch offen. „Streetfood verhält sich zu herkömmlichen Restaurants wie Foodblogs zum traditionellen Verlagswesen: Die Eintrittsschwelle ist gering, der Beteiligungsgrad hoch, die Aktualität immens.“ So drückt sich Ursula Heinzelmann gegenüber der Frankfurter Allgemeinen aus.

Neben dem Streetfood Thursday gilt auch der Bite Club als einer der Begründer des Streetfood-Markets. Von zwei jungen kreativen Köpfen gegründet, bietet der Bite Club eine Menge an Essen und Getränken in Kombination mit einem angesagten Event Service. Seit August 2013 gibt es den in Kreuzberg am Ufer der Spree neben dem Badeschiff gelegenen Club nun. Im Zwei-Wochen-Rhythmus geht es im Bite Club rund. Immer auf der Suche nach den neuesten und besten Köchen Berlins, bieten die beiden Unternehmer neben ihrem alteingesessenen Kern immer wieder Kleinigkeiten neuer Teilnehmer an, begleitet von exklusiven Wein- und Rum Bars. Begleitet von angenehmer Musik und dem großartigen Ausblick auf Berlin, lockt der Bite Club mit dem Versprechen eines unvergesslichen Abends. Besondere Feiertage wie zum Beispiel Weihnachten, Ostern, oder auch der erste Mai finden hier bei besonderen Events ihren krönenden Abschluss.

Let’s eat durch Berlin

Wer sich von den kulinarischen Künsten Berlins also überzeugen lassen möchte, für den werden spezielle Stadtführungen angeboten. Eat-The-World ist einer dieser Anbieter. Seit 2008 bietet das Unternehmen Städtetouren der etwas anderen Art an und zeigt die kulinarisch-kulturellen Hotspots der Großstädte. Ihr Ziel ist es, ihren Kunden “einen Blick hinter die Kulissen einer Großstadt” zu vermitteln und sie “abseits der Touristenpfade” zu führen. Begleitet von “genussvollen Kostproben” werden hier sowohl Geschichte und Architektur als auch Unterhaltung und Genuss verbunden.

Wer Berlin also einmal von einer etwas anderen Seite kennen lernen möchte und die Internationalität der Großstadt verstehen möchte, der sollte sich einen Ausflug in die Welt der essbaren Möglichkeiten nicht entgehen lassen.

Von Lisa Wallbraun

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.