B.K.S. Iyengar: Die Geschichte hinter einem Google Doodle

Zu besonderen Anlässen ändert die weltgrößte Suchmaschine Google Search ihr Logo ab. Das nennt man dann Doodle. Was anfangs als Scherz gedacht war, ist heute durchaus eine Art besondere Auszeichnung, denn wer oder was in einem Doodle aufgegriffen wird, scheint maßgeblich die Welt beeinflusst zu haben.
Dabei kommen ganz interessante Ereignisse und Personen in den Genuss eines Doodles. Bis 2015 wurden schon rund 2.000 Doodles veröffentlicht. Klassiker sind etwa das Pacman-Doodle, bei dem das Logo zu einem kompletten interaktiven Spiel umgestaltet wurde, das Video, das man als Doodle für Charlie Chaplins 122. Geburtstag einband oder die elektrische Gitrarre, mit der das Doodle zum Musikinstrument wurde und dabei an Les Paul erinnerte.

Yoga-Lehrer Iyengar wurde durch Google mit einem Doodle geehrt
Yoga-Lehrer Iyengar wurde durch Google mit einem Doodle geehrt

Im Dezember sahen wir ein Doodle, in dem ein hageres Männlein innerhalb des Logos Gymnastik macht? Worum um alles in der Welt geht es da, dachte sich mancher und fand durch Klick auf das Doodle heraus: Google ehrte Bellur Krishnamachar Sundararaja Iyengar.

Wer war Iyengar eigentlich? 1918 in Bellur in Indien geboren, wuchs Iyengar in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Mit zehn älteren und zwei jüngeren Geschwistern, fiel Iyengar besonders durch seine sehr abgemagerte Statur auf. Im Alter von 15 Jahren entdeckte er die Yogapraxis für sich. Sein Mentor wurde sein eigener Onkel, der ebenfalls sehr bekannte Tirumalai Krishnamacharya.

Nur vier Jahre später wurde Iyengar selbst Yogalehrer in Pune. Sein Gesundheitszustand hatte sich bis hierher dramatisch verbessert. Doch nicht nur in Indien lehrte er die Asanas des Yogas, auch in England, Frankreich und der Schweiz war er sehr gefragt.  Iyengar hatte vor allem durch seine Bücher an Ansehen gewonnen. „Licht auf Yoga“ ist heute eins der meistgelesenen Yogawerke der Welt. Durch die innovative Verwendung von Holzblöcken, Seilen oder Kissen machte er das Erlernen der Asanas deutlich einfacher.

Yoga für den Westen

B.K.S Iyengar brachte die Yogapraxis somit nach Europa und in die gesamte westliche Welt. Mit 95 Jahren verstarb er in Pune im Alter von 95 Jahren an Nierenversagen. Iyengar ist einer der Wegbereiter des Yoga und damit ein Mensch, der die Welt nachhaltig beeinflusst hat, was auch das Time Magazine erkannte und ihn 2004 in die Liste der hundert einflussreichsten Menschen der Welt aufnahm.

Eine neue Perspektive

Wer jetzt interessiert daran ist, Iyengar-Yoga einmal auszuprobieren, dem sei gesagt, dass es zahlreiche Yogastudios in Berlin gibt, die genau diese Praxis ausüben. Eines davon ist zum Beispiel das Iyengar Yoga Studio Berlin in der Oranienstraße. Der Kopfstand ist sicher gut, um einmal die Perspektive zu wechseln. In diesem Sinne – Refresh your perspective, viel Spaß beim Ausprobieren!

Von Denise Uspelkat

Bildnachweis: Bildzitat, Quelle und (c) Google

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