Kim Kardashian

Keeping up with Kim Kardashian: Wie man aus Nichts Gold macht

Es ist ein Phänomen, das man im Englischen famous for being famous nennt: Auf einmal sind Menschen populär, ohne dass es dafür allzu offensichtliche Gründe wie Talent, Leistung oder eine nachvollziehbare Tat gibt. Promis, die einfach prominent sind, und man weiß gar nicht warum. Das vielleicht eindrücklichste Beispiel der letzten Jahre hat heute Geburtstag: Kim Kardashian wird 35 und Terminal Y fragt sich, warum wir eigentlich Kim Kardashian kennen.

Wie fing alles an? Kim Kardashian trat erstmals öffentlich als Freundin von Paris Hilton in Erscheinung, ein weiteres Beispiel für jemand, den man kennt, ohne eigentlich zu wissen, warum. In dieser Zeit – 2003 – war sie mit Rapper Ray J befreundet. Später, im Februar 2007, tauchte ein Sex Tape auf, das Kim Kardashian mit Ray J bei durchaus expliziten Handlungen zeigte. Das Filmchen fand schell unter dem Titel Kim K Superstar Verbreitung. Vertreiber: der Porno-Verlag Vivid, der zuvor auch schon Pamela Andersons Liebesspiele mit Tommy Lee heraus brachte.

Kim Kardashian ließ sich später 5 Mio. Dollar dafür bezahlen und Vivid machte daraus das nach eigenen Angaben das „best selling sex tape ever“. So kam es zu erster größerer öffentlicher Aufmerksamkeit – und den ersten Millionen auf Kardashians Konto.

Kim Kardashian: Vorbild für die Katze, die Geissens und Sarah & Marc in Love

Im selben Jahr 2007 begann der amerikanische Unterhaltungssender E! mit der Ausstrahlung der Reality Soap Keeping Up With the Kardashians. (KUWTK). Handlung? Dramaturgie? Inhalt? Fehlanzeige. Eine Reality Soap eben, wie wir sie in Deutschland von Daniela Katzenberger, den Geissens und selbst Sarah Connor kennen.

Nun sind acht Jahre seit der Erstausstrahlung vergangen und aus der ehemaligen Freundin von Paris Hilton ist selbst ein internationaler Star geworden – famous for being famous. In dem Celebrity-Ranking des Forbes-Magazins wird Kim Kardashian auf Platz 33 geführt – mit geschätzten Jahreseinnahmen von 52,5 Millionen Dollar im Jahr 2015. „Kim Kardashian has monetized fame better than any other“ befinden die Redakteure von Forbes.

Über 85 Millionen Fans in den sozialen Netzwerken

Neben ihrer Gage für KUWTK kommen Gelder durch eigene Mode- und Make-up-Kollektionen, eine Celebrity-App und vieles mehr. Die Fanbase von Kim Kardashian in den sozialen Netzwerken umfasst stolze 85 Millionen Anhänger. Allein 26,5 Millionen Menschen folgen ihr bei Facebook. Zum Vergleich: der wohl derzeit bekannteste deutschsprachige Schauspieler Christoph Waltz – immerhin zweifacher Oscar-Gewinner – bindet bei Facebook knapp 14.000 Fans.

Alles, was Kim Kardashian tut, wird verfolgt und zum öffentlichen Thema. Sei es ihre 72 Tage andauernde Ehe mit Basketballer Kris Humphries, ihre Schwangerschaften, ihre mittlerweile dritte Ehe mit Rapper Kanye West oder der Name ihrer Tochter North. Kim Kardashian liebt es kontrovers, denn nur so bleibt sie relevant. Mit Fotoshootings, wie das für das Paper-Magazin, in dem sie splitternackt posiert, schafft sie es immer wieder zu polarisieren.

Wenn der Hintern zur wichtigsten Eigenschaft wird

Vor allem, wenn es um ihren berühmten Hintern geht, gehen die Meinungen auseinander. Obwohl Kardashian mehrmals bestritt, ihren Po operativ vergrößert zu haben und sogar im Fernsehen mithilfe eines Röntgenbild den Beweis antrat, dass das Hinterteil durch und durch natürlich ist, gibt es sehr viele Zweifler. Zu sehr habe er sich über die Jahre verändert und proportional zu ihrem Körper sei er auch nicht. Und nicht nur das, ihre Gesichtszüge haben sich in den acht Jahren auch verändert. Alles Make-up wenn man Kardashian glaubt.

Natürlich hat Kim Kardashian nicht nur Fans, sondern auch scharenweise Kritiker. Diese waren außer sich, als Kim Kardashian es im April 2014 zum ersten Mal, zusammen mit ihrem Mann Kanye West auf den Titel des Vogue Magazins schaffte. Viele drohten, ihr Abo zu kündigen. Kim Kardashian hat es seitdem zwei weitere Male alleine auf das Cover geschafft. Man könnte sagen, je mehr man sich über Kim Kardashian aufregt, desto präsenter wird sie oder ein anderes Familienmitglied.

Kürzlich rückten ihr Stiefvater Caitlyn (ehem. Bruce Jenner) und ihre 18-Jährige Halbschwester, Kylie Jenner ins Rampenlicht. Letztere vor allem wegen ihrer Freizügigkeit, Schönheits-OPs und der Beziehung zum sieben Jahre älteren Rapper Tyga. Ihr Stiefvater, weil er im vergangenen Frühling bekannt gab, ein Transgender zu sein. Caitlyn hat darauf auch eine Reality-Show bekommen, in der sie zeigt wie sie selbst und ihre Familie mit der neuen Umstellung umgehen. Kim Kardashian ist natürlich als Gast-Star in einigen Episode zu sehen.

Von Ladivine Ngenibungi

Bildnachweis: By Eva Rinaldi Celebrity and Live Music Photographer [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons. Das von Terminal Y verwendete Bild ist ein Ausschnitt des Originalmotivs von Wikimedia.

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