Einmal öfter aufstehen, als man umgeworfen wird: Jack Ma ist ein gutes Beispiel dafür

Jack Ma: Der Chinesische Phönix aus der Asche

Er wurde abgewiesen, gedemütigt und für verrückt erklärt. Das alles hat ihn nicht davon abgehalten seinen Weg zu gehen. Heute ist er einer der reichsten Männer der Welt. Jack Ma hat es allen gezeigt: seinen Kritikern, seinen Freunden und vor allem sich selbst.

Jack Ma steht wie kein zweiter für den kometenhaften Aufstieg, den man dank des Internets hinlegen kann. Als Jack Ma 1995 in den USA das erste Mal einen Computer sah, war er sofort fasziniert. Früh erkannte er das Potential, das in „diesem Kasten“ steckte. Während die meisten Chinesen noch nicht einmal im Traum an das Internet gedacht hatten, hatte der hagere Mann aus Hangzhou bereits seine erste Online-Firma gegründet.

In den nächsten 15 Jahren sollte sie sich zu einer der weltweit größten IT-Unternehmen entwickeln. Mit Alibaba – einem chinesischen Mix aus Amazon, Ebay und Paypal – hat Jack Ma sämtliche Rekorde geknackt. Inklusive größtem Börsenstart aller Zeiten. Das alles hört sich nach einer Erfolgsgeschichte an, die ihresgleichen Sucht. Ein Leben auf der Überholspur. Doch wer glaubt, dass Jack Mas Karriere immer nur steil bergauf ging, der täuscht sich gewaltig.

In seinen jungen Jahren wurden Jack Ma viele Steine in den Weg gelegt. Die ganze Welt schien sich gegen ihn zu stellen. Er versuchte alles: Von der Aufnahmeprüfung an der Uni, über die Polizeiprüfung bis zur Bewerbung bei der Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC). Überall wurde er abgelehnt. Im Falle von KFC musste er eine besonders bittere Enttäuschung hinnehmen. 24 Leute hatten sich beworben. 23 wurden genommen. Er war der einzige, der nach Hause geschickt wurde. Doch all das hat ihn nicht entmutig. Es hat ihn sogar stärker gemacht, wie er heute selbst sagt.

2001 schien es, als habe Jack Ma endlich den Weg auf die Siegerstraße gefunden. Mit vielen guten Ideen im Gepäck reiste er in die USA, um Investoren für Alibaba zu finden. Doch wieder nichts. Er wurde abgewiesen und sein Geschäftsmodell als „untauglich“ abgestempelt. Also sei er „später eben wiedergekommen und habe ein bisschen mehr Geld eingesammelt.“ Aus diesem Bisschen sind heute etwas mehr als 22 Milliarden US-Dollar geworden.

Jack Ma ist immer wieder gekommen. Egal wie widrig die Umstände waren. Er ist der sprichwörtliche Phönix, der aus der Asche steigt. Immer und immer wieder.

Doch woher kommt dieser unbändige Wille sich durchzusetzen, immer nach vorne zu schauen? Jack Ma ist ein Arbeitstier. Er ist besessen von seiner Arbeit und opfert sich bedingungslos für seinen Erfolg auf. Von seinem zwölften Lebensjahr an ist er jeden Morgen um fünf Uhr aufgestanden, um in den Nachbarort zu radeln. Er gab Touristen Stadtführungen in englischer Sprache – umsonst. Mit dem Ziel eines Tages die Sprache fließend zu beherrschen. Womöglich war dies der erste, entscheidende Schlüssel zu seinem späteren Erfolg. Ohne diese Kenntnisse wäre er vielleicht nie in die USA gereist. Er hätte womöglich nie von „diesem Kasten“ erfahren und wäre nicht der erfolgreiche Unternehmer geworden, als den wir ihn heute kennen.

Was auch immer Jack Ma noch mit dem Internet und seinen Nutzern vorhat, eines ist sicher: Er wird sich nicht unterkriegen lassen, komme was wolle. Getreu dem Motto von Winston Churchill: Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.

Von Maximilian Haag

 

Bildnachweis: World Economic Forum (www.weforum.org)/Photo by Natalie Behring, [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

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