Neue Modelinie Ivy Park: mit viel Werbung eingeführt

Ivy Park: „I came to slay, bitch“

„To slay“: jemanden abschlachten oder töten. In ihrem Song „Formation“ will Beyoncé Knowles wohl eher mitteilen, dass sie einfach nur extrem scharf ist. Und gerade das bringt sie sehr deutlich zur Geltung. Vor allem, wenn sie in ihrer neuen Sportswear Linie Ivy Park posiert.

Die Streetwear-Industrie boomt, und an dieser Money Making Machine will nun auch R&B-Sängerin Beyoncé teilhaben. Daher brachte sie kürzlich ihre eigene Sportmarke Ivy Park auf den Markt und machte damit nicht nur ihre Fans, sondern auch Sport-und Fashionbegeisterte glücklich. Aber ist das nur eine reine Geldmache für Händler wie Zalando, die Ivy Park im Angebot haben? Oder taugt die neue Marke wirklich was?

Gerade durch die vielen Werbeanzeigen von Zalando, eine von Deutschlands größten Online-Modeunternehmen, wurde auf Ivy Park aufmerksam gemacht. Zalando, 2008 in Berlin gegründet, ist mittlerweile in 15 europäischen Ländern erfolgreich und vertreibt über 1.500 Marken, darunter Topshop, Nike und Levi’s – und nun auch Ivy Park.

Die Umsätze sind mit dem Launch der Marke um ca. 24 Prozent gestiegen, nachdem Zalandos Start ins neue Jahr eher mäßiger verlief. Alles dank Beyoncé? Der Superstar hat durch Werbespots und Kampagnen mit jeder Menge Sex-Appeal, erotisch andeutendem Fahrrad fahren oder sich an Maschendrahtzäunen räkelnd einen weltweiten Hype ausgelöst. Demnach waren viele Produkte ihrer neuen Linie schnell vergriffen, auch zu Preisen, die beim Kauf fast schon weh tun. Aber sind die Sportartikel diesen Hype überhaupt wert?

Wer etwas von Ivy Park anprobiert hat, weiß, dass so gut wie alles zu eng, zu weit, zu lang, zu kurz, oder ungewollt durchsichtig ist. Wir haben nun mal nicht alle einen Körper, wie Beyoncé. Zudem kommt vieles an Kritik von Frauen mit Übergrößen, denn es werden nur Größen von XXS bis XL, also einer deutschen 32 bis 42, angeboten. Und das, obwohl Queen B als Frauenrechtlerin aktiv ist und für „Plus Size“, Kurven und „Body Positivity“ steht.

Im Endeffekt braucht jeder, der sich fit hält, Sportkleidung. Ob es nun die von Beyoncé sein muss, sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Von Fanny Huth

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