Generation Z: Spielend soziale Kontakte ausbauen

Gaming is social: Was hat die Generation Z anderen Generationen voraus?

Generation Y ist out. Jetzt kommt die Generation Z. Die Altersgruppe, die ab dem Jahr 2000 geboren wurde und die jetzt die Millenials beerbt, was das Interesse von Werbung und Industrie angeht. Was unterscheidet die Generation Z von den Yers, die mittlerweile schon zu großen Teilen im Berufsleben angekommen sind?

Schon die Millennials sind mit Technik aufgewachsen, doch bei der Generation Z nimmt das Ganze noch größere Ausmaße an. Sie sind mit Snapchat, Instagram, Facebook und Twitter groß geworden. Viele sagen daher, dass diese Generation eher zum Narzissmus neigt als andere vorherige Generationen. Der Narzissmus rührt unter anderem daher, wird gesagt, dass der soziale Umgang nicht mehr so ausgeprägt ist, wie er es einmal war.

Eine gegenteilige Aussage könnte sein, dass diese Gruppe durch die Sozialen Medien und den Kontakt zu Menschen auf der ganzen Welt sowie aktuellen Geschehnissen (zum Beispiel in Form von Videos, die den Umlauf machen) in manch einer Weise aufgeschlossener sind als ältere Generationen. Das sei nur so dahingestellt.

Führt Gaming zu mehr Toleranz?

In der Generation Z befinden sich viele Online Gamer. Spiele am Smartphone zu spielen gehört für den Großteil von ihnen seit der Kindheit dazu und, selbst wenn sie selbst kein großes Interesse daran haben, so ist es etwas, das sie sehr gut kennen und verstehen.
Das zeigt sich auch durch die enorme Beliebtheit von E-Sport, womit die Generation Z ebenfalls aufgewachsen ist. E-Sport sind öffentlich ausgetragene Wettbewerbe, bei denen die Teilnehmer gegeneinander Videospiele spielen. Diese Events finden oft in riesigen Stadien vor großem Publikum statt. Diese Spiele besitzen eine riesige Fangemeinschaft und Community, die sich durch das Spiel verbunden fühlen und sich austauschen und treffen.

Zu den größten Spielen gehören DOTA2, League of Legends und CS:GO. Die Spiele sind so bedeutend geworden, dass auch Online-Wetten darauf abgeschlossen werden. Das Gaming ist ein weiterer Grund, warum man sagen könnte, dass die Generation Z durchaus sozialen Umgang beherrscht und nicht nur selbstverliebte Selfies knipst. Die Community, die hierdurch entsteht, ist enorm und kennt keine internationalen Grenzen. Oft sind Gamer aufgeschlossener und grenzen andere weniger aus, als es frühere Generationen getan haben.

Fehlender Blickkontakt, aber Multitasking?

Dennoch ist es für Generation Z sicherlich schwer, sich von ihren Smartphone zu trennen, denn sie gehören zum Alltag dazu. Es kann daher Blickkontakt im Umgang mit anderen oder eine innere Ruhe bei Gesprächen fehlen. Sie können aber dafür beim Multitasking punkten. Sie sind es gewohnt, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Während sie auf dem Laptop für die Schule arbeiten, können sie z. B. schnell eine Nachricht auf dem Smartphone beantworten oder etwas bei Google „nachschlagen“. Sie sind es gewohnt, Texte schnell zu durchfliegen und nur das Wichtigste aufzunehmen. Brauchen sie Hilfe bei den Hausaufgaben, schalten sie FaceTime an und fragen ihre Freunde danach, während sie die Antworten auf ihrem Laptop tippen. Im Berufsleben können diese Fähigkeiten großen Nutzen bringen.

Es ist wahr, dass die Generation Z durch das digitale Zeitalter einige sozialen Umgangsweisen verlernt haben könnte oder es ihnen zumindest schwerer fallen dürfte als anderen Generationen. Doch man sollte sich auch die positiven Aspekte ansehen, die dieser Generation einen Vorteil verschaffen. Durch ihre erlernten Fähigkeiten können sie einen gesellschaftlichen Beitrag leisten und sollten nicht gleich abgeschrieben werden.

Bildnachweis: natueraddict [CC0] via pixabay

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