Eindruck machen: Manche Dinge kommen nicht aus der Mode

Wir leben heute im Zeitalter der Digitalisierung. Wer wir sind, in karrieretechnischer Hinsicht, hinterlegen wir auf LinkedIn. Was uns bewegt, privat, kann man auf Facebook verfolgen. Und wozu es früher einmal Telefonbücher gab, erscheint uns heute nicht mehr nachvollziehbar. Und trotzdem: Manchmal muss es eben doch etwas Gedrucktes sein.

Eine Visitenkarte ist ein gutes Beispiel dafür. Heute braucht man natürlich keine Pappkarten mehr, um seinen Gegenüber mitzuteilen, wie man erreichbar ist. Trotzdem ist es nach wie vor so, dass man im Geschäftsumfeld beim Kennenlernen nicht vCards, sondern gedruckte Visitenkarten tauscht und dass diejenigen, die mit so etwas nicht aufwarten können als nicht würdig genug angelächelt werden.

Fast ebenso schlimm, wie keine Visitenkarte vorlegen zu können, ist es, eine falsche Visitenkarte zu zeigen: falsch im Sinne von zu bunt, zu billig. Visitenkarten geben über ihre Form, Gestaltung und das Material viel über den Status ihres Eigners preis. Nuancen der 85mm x 55mm großen Karten entscheiden darüber, wie man bei der klassischen Business Card Scene aus dem Film American Psycho sieht.

Kein Wunder, dass sich heute im Internet viele Dienstleister wie z.B. viaprinto, die Druckservice für Visitenkarten anbieten und bei denen man in der Regel auch seine weitere drucktechnische Geschäftsausstattung wie Briefpapier, Blöcke, Plakate, Flyer etc. besorgen kann.

Die Visitenkarte ist zu hundert Prozent analoge Welt, denn ihr Sinn ist es, bei einem persönlichen Treffen überreicht zu werden. Man trifft sich, man tauscht Karten und wer häufig mit Menschen zu tun hat, weiß, dass es sinnvoll sein kann, sich daran zu erinnern, wann und in welchem Kontext man sich zum ersten Mal face-to-face gesehen hat.

Dafür entwickelte sich bereits im 17. Jahrhundert ein Katalog von Abkürzungen, die man auf der Visitenkarte notierte, nachdem man sich verabschiedet hatte, wie der Große Knigge berichtet. Da steht z.B. ein p.p. für „zur Erinnerung“ (pour présenter) und ein p.r. für „zum Dank“ (pour remercier).

Neben den Standard-Tipps, dass eine Visitenkarte sauber, ordentlich und hoher Qualität sein sollte, ist es auch wichtig zu wissen, wann und wie man die Karten tauscht. Dabei gilt als Faustregel: der Besucher gibt seine Karte zuerst, denn der Besuchte hat ein Recht zu erfahren, wer in seinen Räumen ist. Man sollte die Visitenkarten immer am Anfang des Treffens verteilen und wenn man einer Gruppe gegenübersitzt sollte man seine Visitenkarten zunächst dem ranghöchsten Gegenüber anbieten.

Bildnachweis: Pressebild aus dem Media Center von Viaprinto.

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